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An Ostern wird die Auferstehung Jesus Chrisi gefeiert. Laut Neuem Testament war dies am dritten Tag seiner Kreuzigung. Die Herkunft des Begriffes "Ostern" ist nicht vollständig geklärt, es wird jedoch vermutet, dass er aus dem germanischen Sprachraum stammt.
Die Auferstehung Jesus wurde von keinem Menschen beobachtet. Die Folgen waren erst später sichtbar: Frauen aus seiner Heimat hätten entdeckt, dass sein Grab leer war. Die Namen der ersten Osterzeugen wurden schriftlich fixiert.
Seitdem gibt es zu Ostern diverse Bräuche, die in allen Ländern verschieden sind. In Frankreich und Österreich wird den Kindern erzählt, dass die Glocken am Karfreitag nach Rom fliegen und erst am Sonntag wiederkehren. Auf ihrem Rückweg würden die Glocken Süßigkeiten mitbringen und für die Kinder verstecken. In Mexiko wird gar ein ein Volksfest für zwei Wochen gefeiert.
In Deutschland gibt es seit langer Zeit den Brauch, Ostereier zu bemalen und zu verstecken. Peter Friedrich Ludwig Stracerjan (1825 - 1881) schrieb 1876 in seinem Buch "Aberglaube und Sagen aus dem Herzogtum Oldenburg":
„Die alten Volksgebräuche am Feste: Eieressen, Osterfeuer und Ballschlagen bestehen noch überall im Lande. Eieressen. Das Gesinde bekam früher soviel Eier, als es mochte. Zwanzig Hühnereier und ein Gänseei oder ein Ei mit der Schale zum Schluß, so ging die Rede in Butjadingen, mußte ein tüchtiger Großknecht verzehren können. Später ist es mehr Sitte geworden, jedem Dienstboten am Nachmittage des Ostertages eine bestimmte Anzahl Eier, 12 bis 14, zuzuteilen. Das feierliche Eieressen geschieht am Abende des ersten und zweiten Ostertages. Für Kinder werden die Eier mit Zwiebelschalen, Farbehölzern oder grünen Kräutern gefärbt, auch wohl im Garten unter Büsche versteckt, wohin sie dann nach dem Kinderglauben der Hase gelegt hat.
Ein Spiel um Eier ist das Bicken. Einer tupft mit der Spitze seines Eies auf die Spitze des Eies eines andern bis eins zerbricht, das dann dem Besitzer des unverletzt gebliebenen zufällt. Vorzüglich, heißt es aus dem Saterlande, war dies Bicken beim Abbrennen des Osterfeuers unter Leuten beiderlei Geschlechts üblich und diente häufig dazu, alte Bekanntschaften zu erneuern, neue anzuknüpfen.
Auch wirft man mit Eiern auf Wiesen und wer sein Ei am weitesten wirft, erhält die Eier der übrigen (Jever). In Löningen versammelten sich früher die Kinder mit ihren buntgefärbten Eiern auf dem Stockkamp und trieben damit allerlei Kurzweil.“
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